Laufberichte: Rheinuferlauf in Duisburg
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Halbmarathon Rheinuferlauf in Duisburg, 05.07.2008 Laufen mit Reiseführer oder die völlig neue Erfahrung, Letzter zu sein. (Christoph Escher) |
Es ist Samstag der 05.07.2008 17:30 Uhr und der Startschuss fällt zum Halbmarathon des 31. Rheinuferlaufs in Duisburg. Es ist sehr schwül bei ca. 30°C. Die ersten 800 m sind zwei Stadionrunden. Beim ersten Blick auf die Pulsuhr wird mir klar, es wird heute nicht mein Rennen. Als ich mich nach zwei Kilometern umschaue, sehe ich nur ca. 30 m hinter mir den Schlussfahrer auf seinem Fahrrad. Ok, nicht der Letzte denk ich mir; sicher werden noch einige ausfallen... Pustekuchen! Der Puls ist schon in einem Bereich, den er erst bei KM 18 haben sollte! Also runterschrauben... |
Keine fünf Minuten später bin ich auch schon Letzter. Ab KM 5 habe ich dann als wahrscheinlich einziger beim Lauf einen "Reiseführer". Der ca. 70-Jährige Schlussfahrer erläutert mir im Detail alle "Sehenswürdigkeiten" längs des Rheinufers. Mal interessant mal weniger... Applaus und Mutzusprüche an jedem Erfrischungspunkt! Und ich laufe noch! Der Wendpunkt naht. Ohne Aussicht, noch jemanden einzuholen, lasse ich mir nun Zeit. Aber der Puls will einfach nicht so, wie ich es will! |
KM 16: Der Notarzt ist mit einem Hubschrauber auf der Wiese gelandet und ein Rettungswagen steht auch bereit... Oje, denke ich. Es hat einen Läufer erwischt! Später erfahre ich, dass es "nur" der Kreislauf war. KM 17: Das schlimmste ist eingetreten - Krämpfe in den Waden. An Laufen ist nicht mehr zu denken; Gehen ist angesagt. Längst haben sich alle Streckenposten auf ihren Fahrrädern zu mir gesellt. Man erkundigt sich nach meinem Wohlbefinden und unterhält mich. KM 18: Ein Läufer hat aufgegeben und fährt bei einem Streckenposten im Auto mit. Letzte Chance für mich, dasselbe zu tun. NEIN! Ich will mit eigener Kraft durchs Ziel. Dann endlich kommt das Stadion in Sicht. Die letzten 400 m werden fast zur Qual. Ein Blick auf die Uhr - jetzt bloß nicht länger als 2:45 brauchen. Mit letzter Kraft schaffe ich das Ziel in 2:44:53 Tobender Beifall als wenn ich der Erste wäre! Gratulationen von völlig fremden Menschen! Das nenne ich Sport! Zu guter Letzt bekomme ich noch ein Bier ausgegeben. Meine lieben Mitsportler: Christoph Escher |





























































































































