Laufberichte: Korsika 2010
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Machia di Costa Verde Laufen wie Gott in Frankreich Laufspaß kann mehr sein, als zweimal im Jahr bei einem Marathon vergeblich seiner Bestzeit hinterherzulaufen. Der erster Berglauf war für Eik Bergmann eine außergewöhnliche Erfahrung. Mit Youtube Video |
Im letzten Herbst hatte ich während eines Korsika-Urlaubs festgestellt, dass unweit unseres Urlaubsortes der Berglauf „Machja di Costa Verde" über 19 km und 1500 Höhenmeter (im Anstieg) stattfand. Damals wollte ich spontan teilnehmen, entschied mich aber nach zwei schlaflosen Nächten dagegen, weil ich erst zwei Wochen vorher den Köln-Marathon gelaufen war. Stattdessen verschob ich meine Teilnahme auf dieses Jahr. Wie gut diese Entscheidung war, kann ich nun im Nachhinein erst richtig ermessen! |
Der Morgen begann etwas hektisch, da ich dorthin fuhr, wo im letzten Jahr Start und Ziel gewesen waren. Damals war die Strecke aber wegen schlechten Wetters auf 16 km verkürzt und entsprechend geändert worden. Somit befand ich mich eine Stunde vor dem Start in einem gähnend leeren, einsamen Bergdorf. Nach einer risikoreichen Fahrt über eine sehr schmale, kurvenreiche Bergstraße erreichte ich rechtzeitig das richtige Dörfchen, dessen zwei Gassen von den Autos der ca. 150 Teilnehmer bereits zugeparkt waren. Irgendwo wähnte ich noch ein freies Plätzchen, das sich im Nachhinein als schlechte Wahl erweisen sollte. Mein dort abgestellter Mietwagen wurde während des Laufs verschrammt. |
Die Einschreibung hatte ich vorab per Internet erledigt. Somit musste ich nur noch das vorgeschriebene ärztliche Attest für die Teilnahme an Berglaufwettkämpfen vorlegen, um eine Startnummer zu bekommen. |
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Als Berglaufnovize hatte ich mir vorgenommen, mich etwa in der Mitte des Starterfeldes zu platzieren, nachdem am Sonntag zuvor ein Probelauf auf Segmenten der bereits markierten Wettkampfstrecke eine Zielzeit von etwa 3 h realistisch erscheinen ließ. Diese Zeit lag etwa im Mittelfeld älterer Ergebnislisten des bereits sieben Mal zuvor ausgetragenen Laufes. Leider habe ich dann den richtigen Moment zur Startaufstellung verpasst und befand mich eher im letzten Drittel der Traube. Das sollte sich bereits Minuten nach dem Startschuss als problematisch erweisen. Denn kaum war der Startbereich, die Dorfstrasse, verlassen, gab es auf den schmalen Bergpfaden nur selten Gelegenheit zum Überholen, und selbst diese meist nur mit waghalsigen Manövern abseits der Piste. Nachdem es die ersten Kilometer nur abwärts ging, war irgendwann an dem folgenden ununterbrochenen Anstieg |
Und das bedeutete, dass an den steilen Bergauf-Passagen gegangen wurde, wobei die Armkraft durch Abdrücken der Hände auf den Oberschenkeln teilweise mitbenutzt wurde. Dennoch lag dabei mein Puls jenseits der 90%-Marke. Am schlimmsten waren für mich hierbei die Schmerzen im unteren Rücken, die sich vermutlich wegen der stark nach vorn gebeugten Haltung des Oberkörpers einstellten. Die Strecke war aber nicht nur wegen ihres Profils recht abenteuerlich. Im Gipfelbereich musste sogar unter Zuhilfenahme der Hände auf einer seilversicherten Passage im I. Grad geklettert werden. Es ging durch Matsch, Geröll, Bäche, Kuh- und Schweine-Exkremente, Farn und Gesträuch sowie über trockenen und nassen Fels. Einmal war ein Bach auf einem Baumstamm zu überqueren. |
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Mein Trainingsgelände im Aaper Wald entsprach da wohl nicht ganz den |
| Dort wurden zunächst Feigen, Orangen, Erdnüsse, Rosinen und Nuss-Schokolade gereicht. Später gab es ein kaltes Mittagsbuffet für alle Teilnehmer und Gäste mit Brötchen, Wurst, Pizza, Cous-Cous, Esskastaniensalat, diversen Nudelsalaten, Joghurt, Soft-Drinks und Wein. Das alles war neben einem Finisher-Funktions-Shirt und einer Korsika-Kappe in der Startgebühr von 20 Euro inbegriffen. Laufen wie Gott in Frankreich! |
| Hier noch ein eindrucksvolles Video aus dem Vorjahr .. |
| Eik Bergmann |
Mehr zu diesem Lauf im Internet >>hier... ![]() |
































































































































